Mein vierter Bericht

15.03.2018 17:25 Uhr

Im Kloster Mater Ecclesiae feierten die Kollegiaten eine Hl. Messe mit seiner Heiligkeit Papst em. Benedikt XVI. Es gab eine Goldmünze zur Erinnerung.

(von Manuel Reichart) Nach einer längeren Pause möchte ich nun wieder die letzten Monate meines Freijahres in Erinnerung rufen und meiner Heimatpfarrei darüber berichten. Ein paar Bilder aus Rom gibt es auch wieder.

Nachdem ich Weihnachten im Kreis der Familie verbracht habe, hatte ich auch die Gelegenheit viele Freunde und Bekannte in Neuburg wieder zu treffen Auch ein Besuch in meinem Heimatseminar in Augsburg stand auf dem Programm. Nach der Weihnachtszeit ging es für mich zurück nach Rom und es hat die zweite Hälfte meines Freijahrs begonnen. Der Januar war für mich vor allem geprägt durch das Lernen für die Universität. Ende Januar ging in Rom das Semester zu Ende und die Prüfungen standen an. Jedoch haben sich die Mühe und der Fleiß ausgezahlt und ich konnte mit vielen erbrachten Leistungen das erste Semester in Rom beenden.

Am 02. Februar, an Mariä Lichtmess, stand für mich ein Höhepunkt meines Freijahrs an. Ich durfte seine Heiligkeit Papst em. Benedikt XVI. treffen. Früh am Morgen bin ich mit anderen Kollegiaten in die Vatikanischen Gärten aufgebrochen und haben uns auf den Weg in das Kloster Mater Ecclesiae gemacht. Dort wurden wir von S. Ex. Georg Gänswein begrüßt und in das Kloster geführt. Dort wartete Papst em. Benedikt auf uns und wir haben mit ihm die Hl.  Messe gefeiert. Nach der Hl. Messe hatte jeder Kollegiat ein paar Minuten Zeit sich mit dem Heiligen Vater zu unterhalten: siehe Bericht Donaukurier. Es war für mich eine tiefe geistliche Begegnung, die mich mein Leben lang begleiten wird und in ihrer Einfachheit und Schlichtheit tief bewegt hat.

Während der kurzen Semesterferien haben wir Kollegiaten die Zeit genutzt und die umliegenden Städte Roms anzusehen und sind auch ans Meer nach Nettuno gefahren, wo die Heilige Maria Goretti begraben liegt. Des Weiteren konnte ich meine Studienfreunde aus Augsburg begrüßen und wir haben ein paar schöne Tage miteinander verbracht.

Bald darauf fand das Fest Kathedra Petri statt, welches in Rom ein großer Feiertag und der Petersdom besonders festlich geschmückt war, ein Anblick der ganz besonderen Art.

Doch auch die Ferien haben einmal ihr Ende und so haben wir Mitte Februar wieder mit dem Semester begonnen und somit befinden wir uns hier schon wieder im vollen Universitätsbetrieb. Jedoch musste dieser aufgrund einer für Rom sehr untypischen Begebenheit für ein paar Tage ausfallen. Schnee in Rom! Ende Februar hat es in Rom mehr als 10 cm geschneit und die Stadt war lahmgelegt, keine Metro, keine Busse, und keine Universität. Somit hat man sich zur Schneeballschlacht auf dem Petersplatz getroffen und sogar einen Schneepapst gebaut!

Inzwischen hat der Frühling hier in Rom Einbruch gehalten und es hat schon wieder knappe 20° C unter Tags und es ist sommerlich warm. Die Blumen sprießen, die Straßen Roms füllen sich wieder durch Touristen und die Studenten beleben die italienischen Bars.

Meiner Heimat wünsche ich auch bald den Frühling und noch eine gesegnete restliche Fastenzeit. Für das kommende Osterfest Gottes Segen und schöne Stunden im Kreis der Familien. Und ich hoffe, dass jeder von Ihnen sein Osternest findet, das ihm der Osterhase versteckt hat.

Im Gebet verbunden und die besten Grüße aus Rom
Manuel Reichart

(Bilder: Manuel Reichart)